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GSC - Gay Summit Club Allgäu



GSC-Filmfest 2016


2 Termine,
2 Kinos,
2 Programme...


... und damit fast doppelte Sitzplatzkapazität, um der großen Kartennachfrage der letzten Jahre gerecht zu werden. Am Samstag, 29.10., starten wir in Bad Wörishofen unser Festival wie gewohnt am frühen Nachmittag, um am darauffolgenden Wochenende sonntags, 06.11., in Marktoberdorf bereits am späten Vormittag zu beginnen.

Ihr habt die Wahl!

Unser Programm:


Bad Wörishofen, 29.10.
Die Mitte der Welt (Preview)
Deutschland, Österreich, 2016, 115 Min.


Es hat geklappt, wir spielen die geniale Verfilmung von Andreas Steinhöfels Roman-Bestseller vor Bundesstart. Wenn wir Glück haben, dann schaut auch Prominenz zum Filmgespräch vorbei. Regisseur Jakob M. Erwa  ist es gelungen, die komplexe Familiengeschichte feinfühlig aus der Sicht des siebzehnjährigen Phil zu erzählen, vom Erwachsenwerden, vom Unangepasstsein und von der Sprachlosigkeit angesichts großer Gefühle und dunkler Familiengeheimnisse, aber auch davon, wie wichtig Wahrhaftigkeit und Offenheit sind, um die eigene Mitte der Welt nicht zu verlieren. Sensationell und sehr berührend allen voran Louis Hofmann als Phil, ebenfalls ideal besetzt Jannik Schümann als Nicholas.

Inhalt:
Phil ist auf der Suche. So wenig er über seine Vergangenheit und vor allem seinen Vater weiß, so chaotisch ist seine Gegenwart: Mit seiner Mutter Glass, die mal wieder einen neuen Liebhaber hat, der allerdings nicht so schnell aufzugeben scheint wie seine Vorgänger. Mit seiner Zwillingsschwester Dianne, die sich immer mehr in ihre eigene Welt zurückzieht. Gut, dass wenigstens auf seine beste Freundin Kat Verlass ist, mit der er gechillt abhängen und rumalbern kann. Und dann passiert es: Ein neuer Schüler betritt nach den Sommerferien die Klasse und Phil verliebt sich in der Sekunde unsterblich. Nicholas scheint seine Gefühle zwar zu erwidern, doch er gibt Phil auch viele Rätsel auf. Das Chaos ist perfekt. Die erste große Liebe, aber auch Neid, Eifersucht und Geheimniskrämerei, die nicht zuletzt die Freundschaft mit Kat auf eine harte Probe stellt.

Bad Wörishofen, 29.10.
4th man out
USA, 2015, O.m.d.Ut, 84 Min.


Wie ergeht es den Heterokumpels, wenn ihr langjähriger Buddy aus Kindertagen offenbart, dass er schwul ist? Diese warmherzige Komödie erzählt es uns, manchmal etwas derb, meist recht charmant, auf jeden Fall sehr unterhaltsam. Zu Recht der Hit auf vielen Festivals und mit zahlreichen Publikumspreisen bedacht.

Zum Inhalt:
Nach einer durchzechten Nacht platzt es endlich aus Adam heraus: Ich bin schwul! Seine Kumpels fallen aus allen Wolken. Heißt das nun, dass sie nicht mehr zusammen Football schauen können und keine Tittenwitze mehr machen dürfen? Will Adam ihnen sogar an die Wäsche? Will er nicht - sondern sich das erste Mal verlieben, echte Gefühle zeigen, Sex mit einem Kerl haben. Aber in dem kleinen Provinzstädtchen, in dem Adam jeder nur als straighten Automechaniker kennt, ist das gar nicht so einfach. Nachdem sich der erste Schock gelegt hat, ist für die Kumpels klar: Sie müssen sich etwas einfallen lassen, um Adam zu helfen, wozu sind Freunde schließlich da? Dabei wird genüsslich so manches Hetero- und Homoklischee zelebriert, und doch verliert die symphatische Komödie nie den Blick für das, was echte Freundschaft ausmacht.

Marktoberdorf, 06.11.

Who's gonna love me now

ISR/GB 2016, O.m.e.Ut, 85 Min



Saar wuchs in einem israelischen Kibbuz auf und ist schwul. Nie entsprach er den Erwartungen seiner Eltern, er widersetzte sich den Regeln und wurde schliesslich aus der Siedlung und von der Familie ausgeschlossen. Er verliess seine Heimat Richtung London, genoss dort ein freies Leben – und infizierte sich mit HIV. Das zwang ihn, sein Leben zu überdenken. Im «London Gay Men's Chorus» fand er schliesslich ein neues Zuhause.



Der Halt, den er durch die Männer des Chors erlebt, gibt dem Vierzigjährigen Mut und Kraft für eine Wiederbegegnung mit seinen ihm entfremdeten Eltern und Geschwistern. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, sich ihren Zerwürfnissen und Ängsten zu stellen. Unerwartete Nähe und tiefe Zurückweisung werden zur Herausforderung. Beiläufig beleuchtet Saars sehr persönliche Geschichte auch die faszinierende Vielfalt kulturell und religiös geprägter kollektiver Lebensweisen.



Der Film wird einfühlsam und mit viel Humor erzählt, während der Londoner Schwulenchor für einen fulminanten Soundtrack sorgt.


Marktoberdorf, 06.11.

Die Philhomoniker, live auf der Kinobühne


Kann es eine idealere Ergänzung geben, als den Auftritt der Philhomoniker und unsere Doku über Saar und den London Gay Men's Chorus? Wir freuen uns schon sehr auf die Jungs. Wer die Sänger schon mal erlebt hat, der weiß, hier ist für Augen und Ohren etwas geboten: mal ernsthaft, mal lebhaft, meist aber mit ordentlich Humor und einem ironischen Augenzwinkern. Über zwanzig Jahre ist Münchens schwuler Chor schon alt. Und Bewegung gab es in dieser Zeit eine Menge. Von Travestie, Fummel und den Wechseljahren einer Kaiserin haben sich die Philhomoniker zu einem Chor entwickelt, der verschiedene Genre bedient.


Doch eines gibt es bei den Philhomonikern nie: Musik ohne Plot, ohne Kostüme, ohne Choreographie. Betreut durch eine Opern-Regisseurin entstehen intelligent in Szene gesetzte Stücke und Programme. Viele davon sind eigene Kompositionen oder Arrangements. Und so singen sie deutschlandweit, europaweit, in Konzerten und bei Events wie unserem Filmfest - und ernten dafür sicher auch in der Marktoberdorfer Filmburg jede Menge Applaus.Neben dem Spaß am Singen, Bewegen und Auftreten ist den Sängern die Gemeinschaft aus fast 30 Männern wichtig. Für viele ist der Chor ein Stückchen Familie und Heimat geworden, gerade so, wie in unserem Film "Who's gonna love me now".


Foto: Jonas Gehrling



Deutschlandpremiere zeitgleich mit den Nordischen Filmtagen Lübeck!

Marktoberdorf, 06.11.
A Holy Mess
Schweden, 2015, deutsche Synchronfassung, 108 Min.


Diese Komödie ließ vergangenes Jahr die Schweden in Scharen in die heimischen Kinos strömen. Und wir präsentieren Euch den temporeichen, turbulenten Kassenhit aus Skandinavien weit vor Bundesstart zum Abschluß unseres Festivals.

Ein heiliges Durcheinander ist eigentlich vorprogrammiert, als Oscar, sein Lebenspartner Simon und die gemeinsame Freundin Cissi sich entschließen, ihre gesamte, leicht homophobe Familie über die Weihnachtsfeiertage zu sich nach Hause zu holen. Die drei haben vor Kurzem zusammen ein Haus gekauft und sind noch beim Renovieren. Vor allem das Kinderzimmer soll möglichst bald fertig werden, denn Cissi ist im neunten Monat schwanger.

Keiner der angereisten Verwandten wußte von der Schwangerschaft, schon gar nicht, wer denn nun eigentlich der Vater ist. Simon oder Oscar? Um ihr Geheimnis zu offenbaren, muss erst die adventliche Zeit der Versöhnung und Nächstenliebe die gesamte Großfamilie zusammenbringen. Jetzt wird sich zeigen, wie tolerant die ach so toleranten Schweden wirklich sind. Aber gerade zum Fest der Liebe will doch schließlich jeder das Richtige tun. Ob das immer gelingt ist eine andere Frage...




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Vergangene Filmfeste


Rückblick auf das Filmfest 2015 und mehr

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Fotogalerie der bisherigen Filmfeste

Bad Wörishofen, 29.10.
Marktoberdorf, 06.11.

Kurzfilmrolle

Kurzfilme aus aller Welt, ob Brasilien, Australien oder USA, ob quer durch Europa oder aus deutschen Landen, wie immer von uns persönlich handverlesen, geprüft und für filmfestwürdig befunden:



Ach wie romantisch: Wir werden Zeuge, wie der Angebetete auf einen überraschenden Heiratsantrag reagiert, während im Nebenraum heimlich sämtliche Freundinnen und Freunde gespannt auf das erlösende "I do" warten.





Selten so gelacht: Eine unschuldige Kinderzeichnung des Sprösslings, auf der unübersehbar von Tims "DIK" die Rede ist, löst bei den Eltern eine veritable Ehekriese aus, die auf beiden Seiten ungeahnte Geheimnisse ans Tageslicht bringt.




Na bitte, geht doch: In ihrem Werbespot "Der Fan" beweist die DB-AG, wie unaufgeregt und selbstverständlich Homosexualität und Fußball unter einen Hut passen.




Anders sein mal ganz anders dargestellt: Im Zeitraffer und mit toller Bildsprache erzählt "Golden" den Lebensweg eines vermeintlichen Aussenseiters, der schließlich merkt, doch nicht ganz allein auf der Welt zu sein.





Pfiffig: "Finde den Fehler" und damit den Unterschied zwischen einem schwulen und einem Heteropaar. Das Ergebnis fällt überraschend aus.






Verwirrung der Gefühle: Zwei beste Kumpels haben die Nacht durchgefeiert und erleben in "Stockholm Daybreak" einen Morgen in der erwachenden Stadt, an dem alles anders sein wird.




Wer hier keine feuchten Augen bekommt, dem ist nicht zu helfen: "La dérade" ist die rührende Geschichte von Simon und Francois. Weil Simon zur See fährt, genießen sie an einem einsamen Strand die letzten Stunden, bis Francois mit einer lebensbedrohenden Herzkrankheit zurück bleibt.





Tatsache und dennoch schier unglaublich: Ein Flüchtling wird von Grenzbeamten festgenommen. Als er während eines Verhörs als Fluchtgrund seine Homosexualität angibt, kommt "Das Phallometer" zum Einsatz, um seine Behauptung zu belegen.





Unser heimlicher Favorit: "Hoi Maya". Ganz allerliebst führt uns eine überraschende Begegnung im Frisiersalon erst weit in die Vergangenheit der Protagonisten und dann zur Erkenntnis, dass es für die große Liebe nie zu spät ist.




Raffiniert, nämlich rückwärts und in Zeitlupe löst das Musikvideo "Secret" das Rätsel auf, wieso es am Anfang des Films zu einer dramatischen Auseinandersetzung kam.





Sind wir nicht alle ein bischen porno? Als Jack mitkriegt, wie ein paar hochwertige Pornoheftchen in einem Altpapiercontainer landen, greift er zu - und wird von ein paar nervigen Klassenkameraden ertappt. Da naht unerwartet Hilfe in Form eines Typen, der aussieht wie ein schwuler Pornostar: "Jackpot"!




Liebe ist universell: Das ist die zentrale Botschaft des wunderschönen Musik- und Tanzfilms "Breath and Sound", egal ob schwarz ob weiß, ob hetero, lesbisch oder schwul.







"Let's fall in love", und das ganz ohne Worte: Clever gemachter Beitrag zum Palermo Pride über zwei Händchen haltende Jungs im Einkaufszentrum. Als sie sich mit einem Kuss verabschieden, wird einer der beiden plötzlich aus einer Gruppe Jugendlicher heraus verfolgt. Wenn das mal gut geht...




Zu Recht prämiert: Ein Date, zwei Sichtweisen, parallel mit Splittscreen-Technik erzählt. Der aufgeregte Junge, der sich auf den Weg zum Rendezvous macht und die nicht minder nervöse junge Frau, die sich auf ihren unbekannten Besuch freut. Bis er endlich da ist, der spannende Moment "Vor deiner Tür".






Kartenvorverkauf:


Ab 29.09.2016 werden die Ticketkontingente für beide Kinos freigegeben.


Wie immer gibt es pro Karte das Rundum Wohlfühlpaket

- Sektempfang

- warmes Mittag- bzw. Abendessen (auch vegetarisch möglich)

- 1 Haferl Kaffee und 2 Stück Kuchen

- Filmgespräch in Bad Wörishofen mit Prominenz von „Die Mitte der Welt“

- Auftritt der Phihomoniker in Marktoberdorf


Tickets gibt es nur im Vorverkauf.

Aber Achtung!

Der Vorverkauf läuft in den beteiligten Kinos völlig unterschiedlich ab.


Filmhaus Huber, Bad Wörishofen - 29.10.2016

Eine Karte kostet 28,90 € plus 10 % bei Online-Kauf.

Den Link dazu findest Du unter www.filmhaus-huber.de.

Karten können auch ohne Gebühr direkt an der Kinokasse in Bad Wörishofen erworben werden.


Filmburg, Marktoberdorf - 06.11.2016

Eine Karte kostet 28,90 €.

Reservierung telefonisch über das Kulturbüro Mobilè, Tel. (0 83 42) 4 01 85.

Unser Programm:


Hier geht es zu unserem Programmfolder: LINK